ÖH-Wahl 2015

Von 19. – 21. Mai 2015 findet die ÖH-Wahl an allen Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Privatuniversitäten statt. Gewählt werden die Studienvertretungen, die Universitätsvertretungen und Vertretungen für FHs und PHs sowie die ÖH-Bundesvertretung. KSV-LiLi steht für eine radikal linke Politik in- und außerhalb der ÖH.

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Musikalische Untermalung während dem Stöbern …


Wie kannst du uns wählen? Unsere Kandidaturen:

ÖH Bundesvertretung: KSV-LiLi (Kommunistischer Student_innenverband – Linke Liste)

Universität Wien: KSV-LiLi (Kommunistischer Student_innenverband – Linke Liste)

FH Campus Wien: KSV-LiLi (Kommunistischer Student_innenverband – Linke Liste)

Universität Linz: LiLiLi (Linke Liste Linz)

An allen Unis, FHs und PHs kannst du uns helfen unser Mandat in der ÖH-Bundesvertretung zu halten und unsere Arbeit auf Bundesebene unterstützen. Studierst du an der Uni Wien, der JKU Linz oder der FH Campus Wien, kannst du mit deiner Stimme zusätzlich unsere Arbeit an der jeweiligen Uni/FH unterstützen. An der Uni Wien sind wir seit 2001 Teil der linken ÖH.

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Was wollen wir? ÖH-Wahl 2015: „Über die Verhältnisse leben!“

Übersicht:

Verwertung, Leistungsterror und Konkurrenz | Depressiv. Und das ist nicht gut so. | Ausschlüsse, überall nur Ausschlüsse.

blogstickerDie kapitalistische Krise in Europa hat allerorts katastrophale Auswirkungen auf die Menschen. Mit den autoritären Antworten, die die herrschenden europäischen und nationalen Eliten formulieren, ist nicht nur der Abbau demokratischer, sondern auch sozialer Rechte die Konsequenz. Während diese Maßnahmen in Südeuropa immer mehr Menschen ohne Perspektive auf akzeptable Lebensbedingungen hinterlässt, zeigt der Kahlschlag auch in den reichen mitteleuropäischen Ländern seine Spuren: In Österreich hat sich der Alltag der Student_innen hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert: Die Studierenden stecken in einem Hamsterrad, das sich um Prekarisierung, Konkurrenz, Verschulung und Kommerzialisierung dreht. Der finanzielle Druck ist durch hohe Lebenserhaltungskosten und der Notwendigkeit, sich mit prekären Jobs über Wasser zu halten, stetig gestiegen. Dabei leben Student_innen nach wie vor mit einem Durchschnittsverdienst unter der Armutsgrenze. Und nach wie vor gilt: Je bildungsferner und unbegüterter die soziale Herkunft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, das Studium nicht zu beenden, von der Wahrscheinlichkeit eines zu beginnen gar nicht zu reden. Schneller studieren und mehr arbeiten müssen ist besonders für Studierende aus nicht begüterten Milieus eine fatale Kombination. Dabei wären die kapitalistischen Verhältnisse schon Skandal genug.

Verwertung, Leistungsterror und Konkurrenz

Nicht nur Waren und die Arbeitskraft, immer mehr Lebensbereiche müssen im kapitalistischen System zu Markte getragen werden. Jene Menschen, die prekär arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und deren Alltag beständig von den Zumutungen dieses Systems geprägt ist, erfahren in den Universitäten den selben Druck wie außerhalb. Nicht nur die Menschen müssen verwertbare Arbeit leisten, auch die universitäre Lehre ist immer mehr davon geprägt, dass sie den entsprechenden Output an Arbeitskräften bringt: Die Universitäten wurden durch das Universitätsgesetz 2002 und die Einführung des Bologna-Systems verschult und der Freiraum für kritisches Lehren und Lernen abgeschafft. Egal wie trist sich die Situation am Arbeits(kraft)markt gestaltet: Die Lehrinhalte und Abschlüsse müssen für „die Wirtschaft“ Mehrwert bringen. Die Universität, die noch vor 10 Jahren begrenzten Freiraum für kritische und nicht zweckgebundene Wissenschaft geboten hatte, erscheint heutzutage geradezu als Utopie. Durch die Einführung der Kapazitätsgrenzen und dem „Wettbewerb“ zwischen den Universitäten wird die Konkurrenz als umfassendes Gesellschaftsprinzip verordnet.

KSV-LiLi will diesem Leistungsterror Widerstand entgegensetzen: Verbesserungen im Studierendenalltag lassen sich nicht vereinzelt, sondern nur in Kooperation erreichen. Kampf der Prekarisierung, Verwertung, dem Leistungsterror und dem Konkurrenz-Prinzip – für selbstbestimmtes und gemeinsames Widersetzen, Lernen und Leben! Alle sollen über ihre Verhältnisse leben können!  Zurück zur Übersicht

Depressiv. Und das ist nicht gut so.

Diese Veränderungen in den großen Strukturen lasten schwer auf den einzelnen Individuen: Beständig ist sowohl im Studium als auch in den Nebenjobs Leistung zu erbringen, eine Umorientierung mit Studienwechsel wird mit dem Verlust von Beihilfen „belohnt“, starre Vorraussetzungsketten und verschulte Studienpläne nehmen wenig Rücksicht auf individuelle Lebenssituationen wie Studieren mit Kind, familiäre Probleme oder psychische und körperliche Beeinträchtigungen. Lebenslange Studiensperren bei nicht bestandenen STEOP-Prüfungen erhöhen zusätzlich den Druck. Jung, erfolgreich und immer lächelnd werden Studierende auf den Webseiten von Universitäten, Fachhochschulen und Absolvent_innenvereinen gemeinhin dargestellt. Doch hinter den Kulissen spielen sich ganz andere Geschichten ab. Verbitterte Mienen und frustrierte Gesichter passen jedoch nicht in die verlogene Happy-Pepi-Welt der universitären PR-Abteilungen.
Psychische Erkrankungen bilden mittlerweile die größte Gruppe der studienerschwerenden Beeinträchtigungen. Auf Rang eins der Krankheiten rangiert dabei die Depression, gefolgt von Angststörungen. Viele leiden außerdem an Burn-Outs, Panikattacken, Prüfungsangst, Konzentrationsschwierigkeiten oder Schlaf- oder Magenstörungen. Die dem Konkurrenz-Prinzip angepasste Hochschule macht krank!

KSV-LiLi tritt für eine Gesellschaft ein, in der Alle ohne Angst leben, studieren und arbeiten können. In der mensch ohne Angst scheitern darf und kann. In der mensch ohne Angst verschieden sein kann. Für eine Gesellschaft, in der gilt: „Jede und jeder nach seinen und ihren Fähigkeiten, jedem und jeder nach seinen und ihren Bedürfnissen!“
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Ausschlüsse. Überall nur Ausschlüsse.

Die Hochschulen setzen gesellschaftliche Diskriminierungen und Ausschlüsse eins zu eins um. Neben der mangelnden sozialen Durchlässigkeit für bildungsferne Menschen, der systematischen Benachteiligung von Frauen*, den Ausschlüssen aufgrund psychischer und körperlicher Beeinträchtigungen kritisieren wir den institutionellen Rassismus, den die Hochschulen mit gutem Gewissen all jenen entgegen werfen, die die „falsche“ Staatsbürger_innenschaft besitzen. Doppelte Studiengebühren für Drittstaatsangehörige, der national-chauvinistische beschränkte Zugang zum Arbeitsmarkt und zahlreiche andere, teils unüberwindbare Hürden, gehören abgeschafft! Der institutionelle Rassismus an den Hochschulen tritt dabei als verlängerter Arm einer Gesellschaft zu Tage, in der mehr als ein Viertel der Wahlberechtigten rechtsextreme Positionen in Parlamente und Regierungen hievt, in der von vielen Seiten ein Klima der Hetze und Menschenfeindlichkeit gefördert wird und auch die vermeintlich „politische Mitte“ vollends hinter Fremdenpolizei, Abschiebungen und Polizeigewalt steht.

KSV-LiLi setzt sich für ein Ende des rassistischen Normalzustands in der Gesellschaft und an den Hochschulen ein. Für eine völlige Gleichstellung von Drittstaatsangehörigen. Kampf gegen jegliche nationalistische und rassistische Mobilmachung: Grenzen aus Köpfen und Landkarten streichen!
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Wie arbeiten wir? Initiative Setzen!

KSV-LiLi ist momentan als einzige Fraktion links von GRAS und VSSTÖ in der ÖH Uni Wien vertreten. Wir sind seit 2001 an einer gemeinsamen linken Exekutive vertreten und verstehen uns als radikaldemokratisches und emanzipatorisches Korrektiv darin. Auch in der ÖH Bundesvertretung sind wir mit einem Mandat vertreten. Dort befinden wir uns in Opposition.

  • Öffnung der ÖH

Wir streben eine verstärkte Einbindung der Studien- und Fakultätsvertretungen in die Arbeit der Universitätsvertretungen an. Darüber und durch Projekte sollen alle Interessierten die Arbeit der ÖH mitgestalten. Für eine Demokratisierung von unten!

  • Zivilgesellschaft und Linke aus der ÖH heraus stärken.

Die gesellschaftlichen Verhältnisse in diesem Land sind katastrophal. Wir stehen für eine ÖH, die antirassistische, feministische und emanzipatorische Initiativen – auch über den studentischen Tellerrand hinaus – fördert und fordert. Für eine ÖH, die Gesellschaftsveränderung aktiv vorantreibt.

  • Für eine politische und fortschrittliche ÖH

Die rechten ÖH Fraktionen haben sich zum Ziel gesetzt, das allgemeinpolitische Mandat der ÖH abzuschaffen. Wir finden es wichtig, dass die ÖH politisch handlungsfähig ist. Bildungs- und Sozialpolitik funktionieren nicht abgekoppelt von den gesellschaftlichen Verhältnissen. Das allgemeinpolitische Mandat verteidigen!

  • Emanzipatorische ÖH für Alle.

An Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen wollen wir emanzipatorischen Kräften den Rücken stärken. Viele lokale Vertretungen stecken noch in den Kinderschuhen und stehen Trägerschaften gegenüber, die von „Studierendenrechten“ noch nie etwas gehört haben. Kämpferische ÖHs auf allen Ebenen!

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ÖH als Skriptenbörse? Wir stehen für exzessive Mandatsüberschreitung!

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Unsere „Spitzenkandidat_innen“:

Im Gegensatz zu vielen anderen Fraktionen setzen wir nicht auf das „klassische“ Modell mit ein oder zwei Spitzenkandidat_innen. Wir wollen keine Personen und Gesichter in den Vordergrund stellen, sondern unsere Inhalte und Positionen, die wir gemeinsam als Kollektiv vertreten und erarbeitet haben. Medien- und Diskussionstermine werden von unseren „Öffentlichkeitsarbeiter_innen“ wahrgenommen, die sich als eine_r unter vielen verstehen. Damit wollen wir Hierarchien bestmöglich vermeiden und mehreren Menschen die Möglichkeit bieten, Erfahrungen in der politischen Öffentlichkeitsarbeit zu sammeln.

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