Warum an der Universität für Bodenkultur (BOKU) kandidieren?
Zugegeben, die BOKU ist klein. Aber deswegen nicht unbedeutend.
Sie ist eine Uni, die sich ‚Nachhaltigkeit’ auf ihre Fahnen geschrieben hat und darunter kaum mehr als ein bisschen Mülltrennung und die Einrichtung von „attraktiven Masterstudien“, die dann ruhig ein bisschen mehr ‚Eintritt’ kosten dürfen,(1) versteht;
Weil ,kein Geld da ist’ werden Lehrveranstaltungen, die nicht so ganz dem Mainstream entsprechen, einfach maximal im zwei- jährlichen Turnus angeboten werden;
Die BOKU will gegen den Willen der Studierenden nach Tulln übersiedeln und damit den StudentInnen einen elendslangen Weg und zusätzliche Kosten zumuten;…
Gerade an so einer Uni ist der Kampf für die Selbstbestimmung und Autonomie der Studierenden besonders wichtig.
Denn: tatsächlich kann Bildung nicht ‚nachhaltig’ sein, wenn die, für die sie bestimmt ist, von der Bestimmung der Lehrinhalte ausgeschlossen werden.
Deshalb tritt die Linke Liste Boku zur ÖH-Wahl an und kämpft auch an der Boku für alternative Ansätze in der Lehre, für die es zurzeit kaum Spielraum gibt; macht sich stark für das von Studierenden selbstverwalteten Lokal TÜWI; und tritt vehement gegen den Umzug nach Tulln, der gegen den Willen der Studierenden geplant wird, auf.
(1)„Attraktive Master-Studien würden sich behaupten können, in diesen könnten auch entsprechende Gebühren verlangt werden“, Rektor Hubert Dürrstein, APA-Gespräch vom 17.12.2004