Uni Wien & bundesweit
Natascha Wanek, Jahrgang 1983, geboren in Wien
Studentin der Pädagogik an der Uni Wien seit 2003
Ich bin seit 2006 beim KSV – Linke Liste. Neben meinem Studium arbeite ich als Betreuerin in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen (unter anderem um Miete zahlen zu können). Was natürlich zur Folge hat, dass ich für mein Studium entsprechend länger brauchen werde.
Trotz oder genau wegen dieser prekären Verhältnisse ist es mir wichtig mich politisch zu engagieren. Für mich ist ein gesicherter Lebensunterhalt, der freie Zugang zu Bildung und die Möglichkeit selbst Ideen zu entwickeln wie mensch leben möchte und die Möglichkeit zu haben diese Vorstellungen selbst umzusetzen, essentiell für eine demokratische Gesellschaft.
Dafür braucht es aber Zeit und Freiräume! Die zunehmende Vermarktwirtschaftlichung der Bildung greift genau diese auf den Unis ansatzweise bestehenden Freiräume an.
Daher auch mein Engagement für den Kommunistischen StudentInnenverband – Linke Liste. Denn:
Selbstbestimmung im Kapitalismus ist Luxus, Kommunismus heißt den Luxus lieben lernen!
Boku Wien
Sabine Topf, Jahrgang 1985, geboren in Linz
Studium der Landschaftsplanung und -pflege seit 2003
Ich bin erst relativ spät in meinem Studium zu KSV-LiLi gekommen, gehöre damit also eher zu den ‚Spätberufenen’. Da ich nicht wie viele andere nebenher arbeiten, oder mich gegen Diskriminierungen wegen meiner Herkunft oder Schichtzugehörigkeit wehren muss, bin ich eigentlich in der sehr glücklichen Lage mich ganz meinem Studium widmen zu können. Umso wichtiger ist es mir aber genau deswegen, meinen Vorteil zu nutzen und mit meinen Zeit- und Kraftreserven dafür zu kämpfen, dass allen diese Freiheit zukommt.
Das geht selbstverständlich nicht ohne Widersprüche: StellvertreterInnen-Politik ist trotzdem nur eine mittelmäßige Übergangslösung und verfehlt meiner Meinung nach ihren Zweck, wenn sie denen, für die sie steht, nicht genau diese Autonomie verschafft. Ihnen also Mittel zur Verfügung stellt, die Missstände selbst zu beseitigen und Selbstbestimmung ermöglicht.
Gerade an der Universität für Bodenkultur, die eine der ersten war, die die Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt und damit maßgeblich zu der Verschulung und Ökonomisierung der Bildung beigetragen hat; die noch immer Hort rechter Gruppen und Gedanken ist; an der Freiräume wie das TÜWI durch das Rektorat mehr gefährdet sind denn je – gerade an einer Uni wie der Boku ist also der Kampf für eine „nachhaltige“ Autonomie der Studierenden besonders wichtig.