"Das „in die Luft sprengen“ ist die zweithöchste studentische Ehrbezeugung" in burschenschaftlichen Kreisen.
KSV LiLi und "antifabündnis gegen den turmkommers" machen sich nicht strafbar mit der Forderung "Sprengen, Alles Sprengen Sprengen."
" ...Wollen mehrere Verbindungsmitglieder einem Kneipbruder diese Ehre erweisen, so verkündet ein Sprecher unter Silentium dem Ehrenden:
„Der Bierehrliche Bursche N.N. ist mit einem Ganzen in die Luft gesprengt“. Der Geehrter wird dann jedem der Sprengenden (auch jedem einzelnen Fuchsen) mit minimal einer Quart in der Zeit von max. 3 Bierminuten nachsteigen.
Diese ausserordentliche Ehrenbezeugung darf am gleichen Anlass nur einmal erwiesen werden."
(aus: Komment der Nothensteiner, Schweizer Burschenschaft http:// www. nothensteiner.ch/version2/%C3%BCber%20uns/komment.htm)
Das ist eines von unzähligen kruden, (Bier-)Ritualen des burschenschaftlichen Milieus, die "Ehre" und "Männlichkeit" und "Einheit" und "Treue" bezeugen sollen und der Hierarchiebildung, Demütigung, Unterordnung dienen.
Laut einer FPÖ- Presseaussendung vom 4.Oktober zeigt sich der freiheitliche Wissenschaftssprecher NAbg Dr. Martin Graf "über die Gewaltaufrufe des kommunistischen Studentenverbandes KSV Lili" empört.
Verwunderlich, müsste die Forderung des Sprengens dem "Alten Herrn" der Wiener Burschenschaft "Olympia" (eine der rechtesten unter den deutschnationalen schlagenden Burschenschaften, war zwischen 1963 und 1974 wegen Verstrickungen in den Südtirolterror verboten) doch bekannt sein....
Wir AktivistInnen des Kommunistischen StudentInnenverbands - Linke Liste zeigen uns hingegen empört über Grafs Bestrebungen das Verbotsgesetz abzuschaffen (vgl. Format 21/00, S.50, zit. nach Schiedel/Tröger 2006), die rassistische und antisemitsiche Hetze der FPÖ, und die Verhaberung derselben mit deutschnationalen Burschenschaften, Neonazismus und Rechtsextremismus.