Martin Graf, „alter Herr“ der schlagenden, deutschnationalen und rechtsextremen Burschenschaft Olympia wurde heute zum dritten Nationalratspräsident gewählt.
182 Abgeordnete habe ihre Stimme abgegeben. Mit Mit 109 von 156 gültigen Stimmen wurde der Olympe zum dritten Nationalratspräsidenten gewählt. Auf 34 - genausoviel wie FPÖ Abgeordnete - war "Graf" schon ins linke obere Eck geschrieben.
Wer ist dieser Typ?
Er ist FPÖ- Bildungssprecher, und bereits jahrelang im Nationalrat. Er beschäftigte sich immer wieder eingehend mit der linken ÖH Uni Wien (KSV- LiLi, VSStÖ, GRAS). So versuchte er in Parlamentssitzungen die Queer- feministischen Tage und Antirassismusdemos zu diskreditieren. Das Engagement einer Studierendenvertretung für Feminismus und Antirassismus ist für ihn und die FPÖ offenbar ein Horrorszenario.
Martin Graf macht sich seit Jahren gegen das Verbotsgesetz stark – laut ihm gehört die Leugnung des Holocaust oder nationalsozialistische Wiederbetätigung zur Meinungsfreiheit!
Die Olympia gehört zu den extremistischsten deutschnationalen Burschenschaften, war in den 60ern wegen Verwicklung in die nazistischen Südtiroler Bombenanschläge verboten - sie lädt Holocaustleugner und Neonazisänger zu Veranstaltungen, verachtet was nicht deutsch ist, ist Männerbund und lebenslängliche Seilschaft, ihre Mitglieder pflegen die Tradition der Mensur, das gegenseitige Verletzen mit Säbeln, als Initiationsritus.
Im Nationalrat finden die Völkischen und Deutschnationalen wieder Mehrheiten, auf der Uni treffen sie einander jeden Mittwoch beim Farbenbummel um Präsenz zu zeigen.
Lassen wir das nicht (wieder) Normalität werden!
Zeigen wir ihnen, dass Faschismus, Rassismus und HeteroSexismus keinen Platz an unserer Uni haben – Burschis raus aus der Uni! Mittwoch 11:30 auf der Unirampe des Hauptgebäudes.