Quelle: IG Externe LektorInnen, http://www.ig-elf.at/
IG-Externe LektorInnen Vorsitzende Steidl: "Einigung auf Kosten der
LektorInnen und AssistenInnen in Ausbildung (Säule 1) muss verhindert
werden!"
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Scharfe Kritik an den Plänen der Universitätsrektoren den Kollektivvertrag
mit Übergangsregeln zu unterschreiben äußerte heute Annemarie Steidl,
Vorsitzende der IG-Externe LektorInnen, einer österreichweiten Vertretung
von UniversitätslektorInnen und freien WissenschafterInnen: "Es ist
schlicht eine Frechheit, wenn die Rektoren glauben, dass sie sich auf
Kosten jener mit dem Ministerium und der Gewerkschaft einigen können, die
ohnehin die prekärsten Verträge haben!"
IG-Externe LektorInnen Vorsitzende Steidl: "Einigung auf Kosten der
LektorInnen und AssistenInnen in Ausbildung (Säule 1) muss verhindert
werden!"
Scharfe Kritik an den Plänen der Universitätsrektoren den Kollektivvertrag
mit Übergangsregeln zu unterschreiben äußerte heute Annemarie Steidl,
Vorsitzende der IG-Externe LektorInnen, einer österreichweiten Vertretung
von UniversitätslektorInnen und freien WissenschafterInnen: "Es ist
schlicht eine Frechheit, wenn die Rektoren glauben, dass sie sich auf
Kosten jener mit dem Ministerium und der Gewerkschaft einigen können, die
ohnehin die prekärsten Verträge haben!"
In einem Schreiben der Österreichischen Universitätenkonferenz vom 30.
März baten die Universitätsrektoren die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
(GÖD) um ein Stillhalteabkommen. Die Universitätenkonferenz kündigt darin
an, den Kollektivvertrag mit folgenden Vorbehalten zu unterschreiben:
1) Die erste Gehaltsvorrückung für LektorInnen kann erstmals zwei
Jahre nach Inkrafttreten wirksam werden
2) Die derzeitigen Beschäftigungsverhältnisse mit den
wissenschaftlichen MitarbeiterInnen in Ausbildung (Säule 1) werden vom KV
nicht berührt – mit Ausnahme der zur Anwendung kommenden Altersvorsorge
(Pensionskassenregelung). Neueintretender der Säule 1 unterliegen völlig
dem KV.
3) Der Pensionskassenbeitrag des Dienstgebers für das Verwaltungs-
und wissenschaftliche Personal (mit Ausnahme der ProfessorInnen) beträgt
für die ersten zwei Jahre 2 Prozent und steigt erst im dritten Jahr nach
Wirksamwerden des KV auf 3 Prozent des Bruttogehalts (bis zur
Höchstbeitragsgrundlage des ASVG). Für die UniversitätsprofessorInnen wird
in den ersten beiden Jahren ein Beitrag von 8 Prozent, ab dem dritten Jahr
ein Beitrag von 10 Prozent in die Pensionskasse eingezahlt werden.
Für die LektorInnen, die in vielen Studienrichtungen die überwiegende
Mehrheit der Lehrveranstaltungen abhalten, ist eine solche Regelung nicht
akzeptabel. Auch an den einzelnen Studienrichtungen herrscht seit einiger
Zeit Aufregung. An der Politikwissenschaft haben sich bereits seit einigen
Monaten die LektorInnen organisiert. Thomas Schmidinger, der seit 2004 als
Lektor an der Politikwissenschaft lehrt, fürchtet, dass erfahrene
LektorInnen so den Universitäten abhanden kommen könnten: "Mit fünf Jahren
Lehre bin ich mittlerweile einer der Erfahreneren bei uns auf der
Politikwissenschaft. Viele machen den Job zwei Jahre um einmal
Lehrerfahrung zu bekommen und sehen dann keinerlei Perspektive für ein
berufliches Weiterkommen an den Universitäten. Dem österreichischen
Wissenschaftsbetrieb droht hier eine ganze Generation junger
WissenschafterInnen abhanden zu kommen." Die LektorInnen selbst würden
schon irgendwo eine andere Arbeit finden, die Qualität der Lehre würde
darunter aber erheblich leiden: "Wenn ich mir anschaue wie viel ein
publizierter Artikel zählt und wie wenig man sich für die Qualität der
Lehre interessiert, dann frag ich mich aber ohnehin ob das jemanden stören
wird."
Die IG-Externe LektorInnen fordert die Gewerkschaft und die
Betriebsräte-Konferenz auf, den Kollektivvertrag nur in seiner
ursprünglichen Fassung und ohne Vorbehalte von Seiten der Österreichischen
Universitätenkonferenz (uniko) zu unterzeichnet. Steidl: "Sonst wird die
Rechnung wieder auf unserem Rücken gemacht und irgendwann machen wir hier
einfach nicht mehr mit!"