Utl.: Ausstieg der Studierenden aus Hochschul"dialog" begrüßenswert
Der Kommunistische StudentInnenverband - Linke Liste (KSV-LiLi) steigt
ebenfalls aus dem ministeriellen Hochschul"dialog" aus.
"Während im zuständigen Unterforum eine Erhöhung der Studierendenzahlen
Konsens ist, breschen Regierung und Ministerin mit flächendeckenden
Zugangsbeschränkungen vor - das kann nur als Farce betrachtet werden!"
so Julia Kraus, Teilnehmerin für KSV-LiLi im betreffenden Arbeitsforum.
Am 25.11.2009, 12.00 – 18.00 Uhr wird der echte Bildungsdialog im Kabelwerk Palais in Wien stattfinden.
Noch- Wissenschaftsminister Hahn hatte für den 25.11. zum “Dialog Hochschulpartnerschaft” eingeladen, von Studierendenseite allerdings nur 3 Vertreter_innen der Studierendenbewegung. Dazu eine Vertreter_in jeder Fraktion in der ÖH- Bundesvertretung.
Zusätzlich sind Industriellenvertreter_innen, OECD- "Expert_innen" und andere Spezialist_innen für Studiengebühreneinführung und Marktkompatibilität der Bildung zu erwarten. Doch die Gästeliste dieses Fake- Dialogs kennt niemand. Außerdem soll der "Dialog" unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
For nearly three weeks now students in Austria have been occupying their universities and protesting. Solidarity is strong and protests are spreading and connecting – into and with other countries’ universities and other spheres of society.
Nobody thought of such a widespread development of protest and solidarity like we experiencing now when University and “usual” political work started after the summer holidays in the beginning of autumn.
Als Lösungsversuch eines schon ewig andauernden Konfliktes zwischen FrauenLesben und queer-Feminist_innen sind im Rahmen der Uni-Besetzungen zwei Aufrufe für die Bildungsdemo entstanden. Ein FrauenLesben Block und ein FrauenLesbenTrans* Block werden gemeinsam einen antisexistischen Block innerhalb der Demo bilden. Flyer und Aufruf können nach Wahl verschickt und verteilt werden.
ANTISEXISMUS MUSS PRAXIS WERDEN. FEMINISTINNEN VERBÜNDET EUCH!
1.) Aufruf für einen feministischen FrauenLesbenTransblock
2.) Aufruf für einen feministischen FrauenLesbenblock
Parolen wie „Bildung darf keine Ware sein“ oder „Bildung ist Menschenrecht“ sind wieder in aller Munde. Ganz unabhängig von einem möglichen Erfolg der Demonstrationen stellt sich jedoch die Frage, ob die Forderung nach einer Entkoppelung von Bildung und ökonomischen Interessen langfristig erfolgreich sein kann.
gemeinsam verfasst mit basisdemokratischer Zustimmung
von Lehrenden und Student_innen der Universität Wien
und der Akademie der bildenden Künste Wien am 27.Oktober 2009.
(im Rahmen der Bildungsproteste in Wien 2009)
„preguntando caminamos“
„fragend schreiten wir voran“
(zapatistisches Motto)
Update 19:00 Die Besetzung geht weiter, aus Platzmangel haben die Studierenden ihren Freiraum auch in die Aula des Hauptgebäudes ausgeweitet.
Update 17:15 Das Audimax ist mittlerweile brechend voll, im Hauptgebäude der Uni Wien wurde ein zweiter Hörsaal (HS 33) besetzt. Jetzt beteiligen sich zumindest 1000 Studierende an den Aktionen. Der mediale Aufmerksamkeit und die breite Beteiligung haben offensichtlich dazu geführt, daß sich die Polizei vor wenigen Minuten unter lautstarkem Jubel zurückziehen musste.
PROTESTKUNDGEBUNG
Mi. 8. Juli 11uhr HAUPTUNIVERSITÄTwien - Haupteingang
Die europäische Bildungspolitik der letzten Jahre zielt auf die
uneingeschränkte Ökonomisierung der Universitäten ab sowie auf die
Abschaffung jeglicher demokratischer Rechte von Lehrenden und
Student_innen. Dieser als "Bologna-Prozess" titulierte Umbau der
Bildungslandschaft wird in Österreich bereits seit den 1990er-Jahren
vorangetrieben und gipfelte im Universitätsgesetz 2002. Dessen aktuelle
Novellierung
bedeutet den Abbau der letzten verbliebenen Reste einstiger
Universitätsdemokratie und bringt weitere massive
Verschlechterungen für alle Universitätsangehörigen mit sich.
Blockade verhindert Eröffnung durch Bundesminister Johannes Hahn
Mittwoch, 17. Juni 2009
Aus Protest gegen die UG-Novelle wurde der geplante Auftritt von Bundesminister Hahn zur Eröffnung der UNI-SUCCESS09 Messe, abgehalten in der Universität Wien, von ca. 80 Universitätsangehörigen und SympathisantInnen erfolgreich verhindert.
Wer am EU- Wahlsonntag die Berichterstattung aus dem "Haus der Europäischen Union" in Wien verfolgte konnte durch die Glasscheiben im Kamerabild-Hintergrund eine Demo ausnehmen und auch hören. Gegner_innen der geplanten Universitätsgesetz- Novelle fanden sich zu einer spontanen Demo um gegen geplante weitere Zugangsbeschränkungen und Vermarktwirtschaftlichung der Bildung zu protestieren.
Seit mehreren Wochen ist klar, dass die UG-Novelle demnächst beschlossen werden soll. Die Termine haben sich immer wieder geändert, ebenso die Gerüchte was denn jetzt nun wirklich in diesem Gesetz stehen soll. Hahn und die SPÖ haben der Forderung nach der Veröffentlichung ihrer Pläne noch immer nicht zur Gänze Folge geleistet: Bei einer Pressekonferenz am 09.06. gab Hahn ebenfalls wieder nur Auszüge der Novelle bekannt.
Das Universitätsgesetz 2002 entließ die Unis in die „Autonomie“. Damit verbunden: Die Unis bekommen die Kohle vom Ministerium, dieses errechnet ein Gesamtbudget, dass jeder einzelnen Universität zugewiesen wird. Allerdings: Nur 80% werden fix ausgezahlt, 20% über ein „Formelbudget“ (komplizierter mathematischer Vorgang), das Zuckerbrot und Peitsche zugleich darstellt.
Der Trend hin zur Ökonomisierung der Wissenschaft und Lehre und deren Transformation in Quasi- Unternhemen fördert die soziale Selektion.
Das österreichische Universitätssystem ist, wie viele StudentInnen hier jedes Jahr selbst erleben, nicht für jedefrau und jedermann gleichermaßen zugänglich. Im Gegenteil: Zugangsbeschränkungen in Form von Studienplatzmangel und Gebühren an den Hochschulen sind traurige Realität.
Und dennoch gibt es die „Numerus Clausus - Flüchtlinge“ aus Deutschland an österreichischen Unis. Ein Bericht über die Situation Studierender in der BRD.
Die Tageszeitung "Kurier" berichtet in der Montag-Ausgabe (6.4.09):
Gio Hahn will neue Hürden für Studierende: Zugangsbeschränkungen bzw. Studieneingangsphasen für alle Diplom- und Masterstudien.
Vorweg gesagt, wir halten wenig von repräsentativ-parlamentarischer
Demokratie. Daher setzten wir dem herkömmlichen - bürgerlichen - Konzept
die Idee einer "radikalen Demokratie" entgegen.
Radikale Demokratie bedeutet: Menschen (und nicht StaatsbürgerInnen)
können gemeinsam über alle ihre Lebensbereiche entscheiden (sogar über die
Wirtschaft!), anstatt andere zu beauftragen
diese Entscheidungen für sie zu treffen.
Endlich gibt es eine Möglichkeit, sich seinen "Frust über allerlei Entmündigungstendenzen an der Uni
(u.a. Zugangsbeschränkungen, Burschis & Männerbündelei, Studiengebühren, univis
online, autoritären Managementstil) per Petitionen" von der Seele zu
klicken!
Das Informationssystem der Uni Wien wird gebustet!
Am 24.9.2008 - sagenhafte 4 (vier!) Tage vor der Nationalratswahl 2008 trat der österr. Nationalrat zusammen, um mit den Stimmen von SPÖ, FP und Grünen die sogenannte Abschaffung der Studiengebühren zu beschließen.
Im kommenden Sommersemester zahlen wir also keine Studiengebühren mehr, könnten wir meinen.
Tatsächlich beschlossen wurden allerdings nur neue Regeln für die Einhebung der Studiengebühren.
Wer wirklich befreit ist, Wie's genau ausschaut, Warum viele Studierende überraschenderweise trotzdem zahlen müssen und Wieso diese Regelung ein ganz besonderer Irrsinn ist, soll hier kurz zusammengefasst werden.